Gefahren von Gaspistolen

Der Unterschied zwischen Gaspistolen und scharfen Schusswaffen lässt Gaspistolen im ersten Moment relativ harmlos erscheinen, doch bei dem Umgang mit diesen bestehen deutliche Gefahren die im Umgang beachtet werden müssen. Viele Unfälle bei der Nutzung und Handhabung könnten durch Wissen über die Gefahren von Gaspistolen verhindert werden.

Missbrauch durch unbefugte Dritte

Eine der großen Gefahren bei Waffen allgemein und somit auch bei Gaspistolen ist der Missbrauch durch unbefugte Dritte. Speziell ist hierbei darauf Acht zu geben, dass keine Kinder in den Besitz der im Haus befindlichen Gaspistole kommen können. Diese sind sich vermutlich nicht der Tragweite eines Schusses bewusst und machen die nachfolgend beschrieben Gefahren schnell real. Es ist also auch an dieser Stelle noch einmal darauf hinzuweisen das die richtige Aufbeahrung bei Waffen das absolute A und O darstellt.

Mündungsfeuer

Am vorderen Ende des Laufes entsteht beim Austritt der heißen Gase ein so genanntes Mündungsfeuer. Das Mündungsfeuer kann dabei sehr weit aus dem Lauf stoßen, wobei Gefahren entstehen. Das Mündungsfeuer kann in Kontakt mit leicht entflammbaren Materialien zu einer Entzündung dieser führen, auf der Haut zu Verbrennungen führen und durch die Helligkeit im Kontrast zu dunkler Umgebung (kurzzeitige) Sehprobleme hervorrufen.

Den Lauf verlassende Partikel

Gemäß der Funktion einer Gaspistole werden beim Abfeuern dieser die in der Patrone befindlichen Reizstoffe aus dem Lauf getrieben. Ebenso können restliche Partikel des nicht verbrannten Pulvers den Lauf verlassen. Diese kleinen Partikel verlassen den Lauf mit einer sehr hohen Geschwindigkeit, so dass in Schussrichtung eine Gefahr für die Augen besteht.

Der Schussknall

Durch den Abschuss der Munition mittels einer Gaspistole entsteht ein sehr lauter Schussknall. Die Lautstärke ähnelt dem einer scharfen Schusswaffe. Wird eine Person dem Schnussknall ohne einem Ohrenschutz ausgesetzt besteht die Fahr von Gehörschäden. Es muss also unbedingt auf den Schutz der Ohren geachtet werden wenn eine Gaspistole abgefeuert wird.

Verwechslungsgefahr

Bei Gaspistolen handelt es sich oft um originalgetreue Nachbauten scharfer Schusswaffen. Der daraus entstehende Droheffekt den sich viele Träger zunutze machen kann auch in negativer Art und Weise wirken. Für Außenstehende ist der Unterschied zwischen einer Gaspistole und einer scharfen Schusswaffe mit dem bloßen Auge zumeist nicht zu erkennen. Hier besteht dadurch Verwechslungsgefahr. Diese Verwechslungsgefahr ist immer dann besonders gefährlich wenn Dritte selbst bewaffnet sind. So ist es schon vorgekommen, dass Polizeibeamte sich beim Anblick einer Gaspistole bedroht fühlten und von der eigenen Schusswaffe gebraucht machen. Auch hier liegt eine Gefahr von Gaspistolen vor.

Die eigene Kontaminierung mit Reizstoffen

Bei dem Abfeuern von Patronen mit Reizstoffen wie CS-Gas oder Pfeffer aus Gaspistolen besteht die Gefahr der Kontaminierung mit den abgefeuerten Reizstoffen. Die Reizstoffe werden nur mit einem gewissen Druck aus dem Lauf geblasen, so dass bei ungünstigen Windverhältnissen die Gefahr besteht diese selbst in die Augen und Atemwege zu bekommen. Hier ist größte Vorsicht und das Beachten der Windrichtung von Nöten.